Ente gut alles gut in Vallehermoso

Hallo, Ihr Lieben

Enten_im_Obertal_von_Vallehermoso

Enten_im_Obertal_von_Vallehermoso

Am Samstag früh bin ich gleich nach dem Yogaset aufgebrochen; rauf ins Obertal, mal ein ganzes Wochenende Urlaub von den Verrückten.

Aufbruch_in_ValleGran_rey

Aufbruch_in_ValleGran_rey

Also bin ich diesmal die Straße bis ganz rauf und dann den Weg hoch nach Las Hayas, der jetzt auch schon in den Reiseführern steht. Aber er ist wirklich schön. Das einzige ist, er endet nicht direkt in Las Hayas, sondern einen Kilometer entfernt auf einer Piste im Nirgendwo. Allerdings kann man von da ganz gut querfeld ein Richtung Arure. Dann kommt man auch vorbei an der Kuh von Arure.

Die Kuh.
Irgnendwann waren es mal zwei. Das ist besser für ein Herdentier, aber jetzt ist es nur noch eine.
Sie starrte mich an und ich starrte zurück. Dann ging ich die Straße hoch und die Kuh fraß weiter ihren Mampf.

In Arure angelangt ging ich weiter zum Mirador, von da aus kann man das Tal von Taguluche sehen, das schöne Tal.
Diesmal bin ich aber nicht den Steilhang da runter, sondern den Panoramweg weiter bis Alojera und dann wieder hoch nach Choros de Epina. Die Quellen, von denen man in der richtigen Reihenfolge trinken muss, um wieder auf die Insel zu kommen.
Hab aber nur von einem Strahl getrunken, ganz bewusst.
Dann weiter nach Vallehermoso entlang der blöden Straße, aber es gibt einen Weg, der von ihr abgeht und der wieder mal sehr schön ist. Den bin ich dann gegangen. Später geht es wieder auf der Straße entlang, an Macayo vorbei und dann: Vallehermoso. Die wahren Kararen.
Valle Gran Rey ist toll, ich mag es, aber hier ist Gomera wirklich. In Vallehermoso.

Vallehermoso_an_der_Playa

Vallehermoso_an_der_Playa

Hab mir ein Zimmer in der Pension Amaya genommen und der freundlichen Dame in aller Ruhe zu gesehen, wie sie 15 Minuten lang einen Zettel für meine Anmeldung ausfüllt. Für eine Nacht.
Dann bin ich runter zur Playa. Natürlich ein Muss, wenn man in Vallehermoso ist. Man braucht allerdings eine Stunde bis runter und es war schon fast dunkel. Habe ich mich also beeilt. Unten war alles wie eh und je. Verschlafen. Aber im Castillo Del Mar brannte Licht ! Da war wer. Und es gibt auch etwas über das Schloss zu erfahren unter:

http://www.castillo-del-mar.com

Wer weiß, vielleicht gibt es doch noch ein Wunder.

Unten am Strand waren zwei Jugentliche, das obligatorische Mädchen saß abseits, die Chicos warfen Steine für einen Hund, der aufgeregt hin und her sprang und versuchte, sie zu kriegen. Allerdings handelt es sich um einen Steinstrand. Der Hund war also etwas überfordert damit, den richtigen Stein wieder zu finden. Den beiden Jugentlichen machte das viel Spass und auch als ich ein Viertelstunde später vom Castillo zurückkam, waren sie noch gut dabei.
Grenzdebile Landeier, dachte ich. Was sollte das ?
Als ich wieder zurück nach Vallehermoso ging, war es schon dunkel.
Ich duschte mich endlich und ging essen, um mir riesige Portionen Mampf reinzutun. Und guten Wein. Sangre de Torres. Kann ich nur empfehlen. Maravilloso!
Gleichzeitig lief ein Fußballspiel und es war genau wie in Italien. Volle Begeisterung und Freude. Hier sind die Kanaren.
Danach viel ich totenähnlich ins Bett, aber auch glücklich.
Am nächsten Morgen wollte ich eigentlich Yoga machen, aber das Zimmer war so klein, dass das irgendwie schwierig erschien. Also verschob ich das auf den Abend.
Wie soll das erst auf Kuba werden ?
Ich kann doch nicht mein 40Tage-Set abbrechen. Nein.
Also unten in der Bar einen Cafe gezischt und weiter. Mit Karacho in Richtung El Tion.
Leider habe ich mal wieder den Weg nicht finden können und verlief mich oben in Las Chapines, im Obertal.
Ich sah El Tion vor mir, kam aber nicht hin und fand mich plötzlich einmal mehr auf einem Bergkamm inmitten des Nirgendwos wieder. Vor mir Kiefern, hinter mir Kiefern, und dann sah ich witzigerweise rüber zum nächsten Kamm und erkannte ihn wieder. Da hatte ich mich schon einmal genauso verfranzt und wollte rüber auf genau den Kamm, auf dem ich jetzt stand. Na,wenn ich es geschafft hätte wäre ich auch nicht weiter gewesen, aber zumindest konnte ich einmal wieder mehr auf die Hütte blicken, die Hüte im Nirgendwo.

Wohnt_da_wer

Wohnt_da_wer

Irgendwo da mittem zwischen den Kiefern muss auch noch eine Tür sein. Eine blaue Tür.
Ich musste den Weg zurück und fand mich letztenendes in Vallehermoso wieder.

Roque_Kano

Roque_Kano

Mein_Neues_Moto

Mein_Neues_Moto

Eigentlich war der Plan, rüber nach El Tion, dann Las Rosas, dann Agulo, dann Hermigua, dann Bus.
Also bin ich wieder hoch nach Las Chapines. Versuch Nummer 2 nach El Tion.
Aber ich habe es wieder geschafft, den Weg zu verfehlen und lief die Piste immer weiter und weiter, bis ich an einer Biegung an eine kleine Kapelle kam; dort ging ein Weg runter – natürlich – nach Vallehermoso. Die Piste ging irgendwo hin ins nächste Tal, keine Ahnung, gab mir kein gutes Gefühl mehr.
Aber da gab es noch einen steilen Sandweg hoch.
Da bin ich hoch.
Und *das* war n Weg. Super. Ich war begeistert. Es ging hoch und hoch, von Kiefernwald in Lorbeerwald und höher und höher, ein kleiner unscheinbarer alter Ziegenpfad. Einfach schön.

Nimm_den_Blauen_Pfad

Nimm_den_Blauen_Pfad

Aber ich war irgendwann ganz schön fertig.
Als die Weg flacher wurde und es kaum noch möglich war, sehr viel höher zu gehen, traf ich plötzlich auf einen Mann. Der stand auf dem Weg und pinkelte da hin.
Komisch, man läuft Stunden, ohne irgend jemanden zu sehen, und dann ?
Ein pinkelnder Mann auf einem unbekannten geheimen Pfad.
Der Mann entschuldigte sich bei mir und wollte ein Gespräch über sein Pissen anfangen.
Ich ging dann weiter; traf noch auf seine Frau und Kinder und kam am anderen Ende des Weges heraus.
An der Laguna Grande. Von da aus ist der Einstieg zum Weg kaum zu erkennen.

La_Laguna_Grande

La_Laguna_Grande

Da habe ich dann einen Keks gegessen.
Die Kanaren grillen dort Fleischberge auf offenem Feuer.
Dann habe ich noch einen Keks gegessen.
Und anschließend ging es nach El Cercado und den Weg runter ins Obertal des Valle Gran Rey.
Endlich wieder bei den Verrückten !
Dann kam das Yogaset. *Das* war anstrengend. Mir tat alles alles weh.
Das war wahre Hingabe (von Gesundheit).
Das Abendessen rief im Descansillo mit dem neuen Kellner aus Festlandspanien, der so nervig lispelt.
Das war echt ein tolles Wochenende.
Mache ich vielleicht noch mal.
Nächstes Wochenende.
Aber an diesem Wochenende habe ich etwas beschlossen:
Hiermit beende ich meine Gomera-Reisen fürs erste.
Ich liebe diese Insel, aber jetzt ist mal wieder Zeit und Raum, für was neues.
Voy a ver.
Vorerst eine Trennung. Im guten. Sogar im sehr guten.
Vielleicht ein paar mal Kuba oder Südamerika, Thailand ?

Liebe Grüße

Wolfgang


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