Von Korat nach Trat und weiter nach Koh Chang

Hallo,

Koh Chang Tempel Geldeintreiber

Koh Chang Tempel Geldeintreiber

vom Korat war es eine relativ lockere Fahrt mit dem Bus nach Trat, auch, wenn sie wieder 10 Stunden ging. Im Bus lernte ich P. kennen. Ein Typ aus Dänemark. Er sprach mich irgendwann an, fragte, wo ich hin will und textete mich dann ziemlich zu mit Tipps, wo ich auf Koh Chang hingehen sollte. Er gab mir auch die Telefonnummer von einer K. Allerdings stellte sich heraus, dass er wohl andere Vorstellungen hat als ich, was ein angenehmer Ort ist. Außerdem war die Nummer von K falsch und führte ins Nirvana. Manche Leute sind eben nicht hilfreich, sondern nur anstrengend. Davon gibt es hier in Asien jede Menge. Wie war das noch in dem Song von Reinald Grebe:
„Asien ? Asien, das ist total überlaufen !“

Kurz vor Trat verließ P. den Bus mit seinen Freunden. Da gab es eine Fähranbindung, die günstiger nach Koh Chang führt, die sie nehmen wollten.
Da es schon dunkel war, wollte ich vorher in Trat übernachten. Dann kann ich in aller Ruhe und ausgeschlafen am Vormittag ein schönes Plätzchen finden, dachte ich.
Und Trat war auch gar nicht schlecht. Ein kleines Städtchen mit günstigen netten Guesthouses und entspannten Backpackern. Ich glaube, da kann man glatt ein paar Tage verbringen. Andererseits gibt es wohl auch nicht viel zu tun. Die meisten Leute werden dort wohl nur aus dem gleichen Grund übernachten wie ich. Um am nächsten Tag auf eine der Inseln zu fahren. Habe ich dann auch gemacht. Am nächsten Morgen zum Fähranleger mit dem Songthew und dann nach Koh Chang. Am Hafen ein Moped geliehen, meinen Rucksack dort gelassen und über die Insel geheizt.
Die Insel ist groß, die Straße macht viele scharfe Kurven und geht hoch und runter. Viele fahren hier lang und sind vieeeel zu schnell. Es ist eben wie in der Achterbahn. Aber hier passiert auch öfter mal was. Nur: es macht wirklich verdammt viel Spaß, hier Moped zu fahren.
Da die Insel so groß ist, habe ich eine Stunde gebraucht, um endlich ein schönes Resort zu finden, was mir gefiel. Natürlich gibt es Resorts ohne Ende, aber es gibt auch jede Menge nervigen Trubel, dem ich aus dem Weg gehen wollte. Also bin ich dann im Paradise Palms Resort gelandet. Damit habe ich zwar mein Budget gesprengt, aber ich dachte, was soll’s. Es ist wirklich schön hier. Das Resort liegt am Pearl Beach, es gibt nur einen Steinstrand, aber der Bungalow ist richtig Klasse, und Sandstrand wollte ich eh nicht. Es ist total entspannt und wirklich paradiesisch. Ansonsten hat die Insel viel Natur zu bieten, viele Tierarten, Schlangen, Affen. Leider gibt es hier so viel Budenzauber, so viel Plastikwelt, dass einem richtig die Lust vergehen kann. Wenn man die Straße im Westen lang fährt, dann reiht sich nur eine endlose Kette von Retorten-Orten aneinander, ein resort neben dem anderen. Jeder Fleck Strand ist „betreut“ und von der Straße gar nicht zu sehen. Es fehlt jedes Gefühl für Weite. Manchmal sieht man mal von der Straße das Meer, wenn es gerade mal wieder etwas hoch in die Berge ging, vielleicht. Dann ist es sehr schön, aber wer einsame Strände sucht, der muss wohl eine andere Insel wählen. Das werde ich das nächste Mal auch machen. Im Landesinneren gibt es schon hier und da ein Highlight. Ein Wasserfall oder einen geschlungenen Pfad. Man kann hier auch den höchsten Berg mit knapp 800 Metern besteigen. Auch die Route im Osten ist schön. Da hat man auch mal den freien Blick auf das Meer. Es gibt dort nur wenig Resorts. Da kann man richtig durchatmen. Und ich habe sogar einen einsamen Strand entdeckt nach einer sehr abenteuerlichen Fahrt durch die Berge auf einer kleinen Piste. Insgesamt ist das aber definitiv nicht meine Insel.
Nächstes Mal wieder Koh Phayam oder mal Koh Kood vielleicht.

Trat liebevoller Reis

Trat liebevoller Reis

Koh Chang Wasserfall

Koh Chang Wasserfall

Koh Chang 3

Koh Chang 3

Koh Chang 2

Koh Chang 2

Koh Chang 1

Koh Chang 1

Faehre nach Koh Chang

Faehre nach Koh Chang

Viele Grüße

Gomerahippie


Posted in Thailand by with 2 comments.

Comments

  • Karin sagt:

    Ja,Menschen können mitunter nervig sein. Der Geldeintreiber ist cool, die Insel sieht paradiesisch aus, die Frau am Wasserfall attraktiv, die Fähre nicht sehr vertrauenserweckend. Die große Kälte, die in Ostasien (Korea) herrschen soll, ist wohl zum Glück nicht bis zu Euch gekommen.Ob es wohl die letzte Eintrag vor Deiner Rückreise ist oder ob noch was kommt, wäre schön. Vielen Dank für lebendigen farbenfrohen Blog, hat mir die Wintertage verschönt. Liebe Grüße

  • Markus sagt:

    Hallo, ich kann mich der Schreiberin im ersten Kommentar nur anschließen, wunderschöne Reiseberichte bei denen man sich am liebsten direkt aus Deutschland hinbeamen möchte. Lese hier auch regelmäßig und bin immer noch sehr begeistert. Viele Grüße, Markus

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