Hallo,
jetzt ist es nur noch das Wochenende sozusagen, verlängert.
Das erscheit mir auch gerade ganz in Ordnung zu sein. Es reicht dann auch.
Einmal werde ich noch im Süden wandern, über Erque und Erquito rauf auf den Gararonay und einen Zwischenabstecher zum Flughafen machen. Der ist zu putzig.
Das ist jedenfalls der Plan.
Die Sprachschule ist weiterhin stark Lehrerdominiert, wenn auch etwas erträglicher mittlerweile.
Man kann es sich eben nicht aussuchen, aber ich nehme noch mit was ich kriegen kann. Jedoch ärgere ich mich oft über diese schreckliche Mentalität. Wie gesagt – es gibt auch gute Lehrer, aber vielleicht ist es auch nochmal anders, wenn Lehrer zu Schülern werden. Wie bei Ärzten, sollen ja auch nicht die besten Patzienten sein, nur da kann man ja einfach die Narkose vorziehen.
In dieser Hinsicht sind wir in der Sprachschule wirklich im NAchteil.
Wenigstens ging es allen anderen auch so. Die beiden Schweizer haben gleich aufgehört, weil sie es nicht ertragen haben, C. und A. stöhnen genauso und sagen, “Links rein, rechts raus”, und Jan wollte wieder kommen, kam er aber nicht. Ich muss in dieser Hinsicht immer meine eigene Wahrnehmung überprüfen, aber da ich nicht alleine bin …
Ich habe schon geschaut, wie es auf Kuba mit Sprachschule ist, und das geht sehr gut und ist bezahlbar. Vielleicht mache ich dort einfach weiter, jedoch ist man hinter her gezwungen, auch Spanisch zu sprechen. Hier im Valle Gran Rey ist man das nicht. Lauter Deutsche, deutsche Becker, deutsche Kellner, deutsche Fleischer und deutsche besoffene Penner vor der Yescabar, wie ich gestern feststellen musste.
Es wird Zeit, und es reicht dann auch. Trotzdem ist und bleibt La Gomera eine wunderschöne Insel.
Liebe Grüße
Wolfgang
Hi Wolfgang! Was meinst Du mit Lehrermentalität? autoritär,arrogant, langweilig, trocken,oder alles zusammen? – Katerstimmung – Ich weiß gar nicht mehr wie viele Winter ich nun schon Deinen Gomerablock lese und mich so an der Winterdrepression vorbeimogle. Vielen Dank für Deine detaillierten Wanderbeschreibungen mit den schönen Fotos, Einsamkeit pur, wunderschöne Meerdurchblicke und vor allen Dingen keine häßlichen Bettenburgen, manchmal auch Verfall und Morbides, aber auch das macht den Reiz dieser Insel aus. Deine manchmal drastischen, Beschreibungen von lästigen Touristen oder durchgeknallten Typen, die nicht mehr von der Insel loskommen, habe ich manchmal mit gemischten Gefühlen, aber immer mit Genuss gelesen, weil ich einen Draht zu dieser Art von Sarkasmus habe. – Du brichst nun auf zu neuen Ufern, aber etwas von Dir bleibt sicher auf der Insel zurück. Irgendwann kommst Du bestimmt wieder!
Mich hast Du jedenfalls zu ihrem Fan gemacht. Solong, eine schöne Wanderung zum Abschluss, Karin. Ich hoffe noch auf ein paar schöne Fotos.